DerWesten.de
Startseite · Redaktioneller Inhalt

Kölner Karnevalist verkauft Königinnenschmuck bei „Bares für Rares“: Händler schmilzt ihn ein

Kölner Karnevalist verkauft Königinnenschmuck bei „Bares für Rares“: Händler schmilzt ihn ein

Kölner Karnevalist verkauft Königinnenschmuck bei „Bares für Rares“: Händler schmilzt ihn ein

Großbrand in Düsseldorf: Autohaus steht in Flammen

Ach, du meine Güte! Bei „Bares für Rares“ kam in all den Jahren schon viel Schmuck auf den Tisch. Uhren, Ringe, Broschen und auch Armbänder. Ein Armband wie das, das der Kölner Karnevals-Star Hannes Blum mitgebracht hatte, haben Horst Lichter und Co. aber so auch noch nicht gesehen.

„Das ist ja wirklich ein Königinnenschmuck“, strahlte Heide Rezepa-Zabel, als sie das goldene Armband mit dem imposanten Stein zum ersten Mal auf ihrem Expertentisch begutachten durfte. Und dazu hatte es noch prominenten Background. So berichtete der 79-jährige Karnevalssänger, der sich für das Lied „Scheissegal, Ob Du Huhn bist oder Hahn“ verantwortlich zeigt, dass das Schmuckstück „angeblich von Johnny Weissmuller ein Geschenk an seine Ehefrau gewesen“ sein soll. Ein Geschenk des ehemaligen US-Schauspielers? Das wäre ja spannend.

ohnny Weissmuller war ein US-amerikanischer Schwimmer und Schauspieler, der 1904 im heutigen Rumänien geboren wurde und zu den größten Schwimmstars seiner Zeit gehörte.

Er gewann in den 1920er-Jahren fünf olympische Goldmedaillen und stellte zahlreiche Weltrekorde auf.

Weltberühmt wurde er anschließend als Tarzan, den er zwischen 1932 und 1948 in insgesamt zwölf Kinofilmen verkörperte.

Kölner Karnevalist bei „Bares für Rares“

Nun gut, hundertprozentig belegen ließ sich das nicht. Dennoch sollte das Armband, das eigentlich einer Freundin des Kölners gehört, nun verkauft werden. Das sollte doch klappen. Stammte das Schmuckstück doch aus Edinburgh, wurde in den 1860er-Jahren hergestellt. Es bestand aus Gold, in dessen Mitte ein 67-karätiger Aquamarin gefasst war. Leider nicht mehr im besten Zustand. So durchzog den Stein ein tiefer Riss. Demnach waren auch die 10.000 Euro, die sich Hannes‘ Freundin wünschte nicht im Bereich des Möglichen. 3.500 bis 4.000 Euro seien jedoch drin, fand Heide Rezepa-Zabel. Ob das auch die Händler so sahen?

Nicht so ganz. Besonders der Riss schreckte viele ab. Elke Velten-Tönnies fand den Zustand des Steines so eklatant, dass sie ihn nicht anbieten könnte. Und so waren 2.800 Euro das Ende der Fahnenstange. Diese bot Julian Schmitz-Avila. Bleibt nur zu hoffen, dass er das gute Stück wieder hinbekommt. Und, dass er belegen kann, dass Johnny Weismuller das gute Stück einst verschenkte. „Das wäre ein Lotto-6er“, so Julians Händler-Kollege Wolfgang Pauritsch.

Dieser Nachweis jedoch schien schwer erbringbar. Und so verriet uns Julian Schmitz-Avila, dass er das Armband eingeschmolzen habe.

Eine Brosche aus Familienbesitz sollte bei „Bares für Rares“ verkauft werden. Das weckte mehr Gefühle als zuvor erwartet.

Kölner Karnevals-Star bringt 67-Karat-Klunker zu „Bares für Rares“: Er gehörte einer Legende