Lauter Lügen! Trump erfindet wilde Story über sich am 11. September 2021

Lauter Lügen! Trump erfindet wilde Story über sich am 11. September 2021
Donald Trump hat ein schwieriges Verhältnis zur Wahrheit. Das ist seit Jahren bekannt. Immer wieder überrascht der US-Präsident mit Behauptungen, die sich nicht belegen lassen.
Jetzt sorgt eine neue Geschichte für Diskussionen. Bei einem Auftritt in Washington D.C. sprach Trump über seine angebliche Rolle am 11. September 2001. Seine Version der Ereignisse weicht deutlich von den bekannten Fernsehbildern ab.
Der US-Präsident sagt seit Jahren, dass er kurz nach den Anschlägen bei den Aufräumarbeiten gemeinsam mit Bauarbeitern geholfen habe.
Belege dafür gibt es bis heute nicht.
Der ehemalige FDNY-Chef (Anm.d.Red. Chef der New Yorker Feuerwehr) sagte, dass er Trump während seiner monatelangen Arbeit am Ground Zero nie gesehen habe.
Zudem wusste er auch nichts von einem Einsatz von Trumps Mitarbeitern.
Trump erzählt von Rettung durch Feuerwehrmänner
Trump behauptete, kurz nach den Anschlägen in ein Gebäude nahe des World Trade Centers gegangen zu sein. „Ich habe gerade ein großes Gebäude in New York gebaut und habe die gesamte Mannschaft gleich nach diesem Vorfall dorthin gebracht“, sagte Trump.
Das Gebäude habe angefangen zu knarren. Trump habe befürchtet, es würde einstürzen. Dann kommt der dramatische Teil seiner Erzählung. „Wir dachten, es würde direkt auf uns herabstürzen, und da waren zwei Feuerwehrmänner, große, kräftige Kerle“, so Trump.
Der 80-Jährige fügte hinzu: „Und ich bin nicht gerade der Kleinste auf der Welt. Sie packten mich unter den Armen und sagten: ‚Wir müssen hier raus.‘ Und sie hoben mich buchstäblich hoch. Das ist gar nicht so einfach. Ich bin kräftig gebaut. Sie hoben mich hoch und rannten mit mir los. Ich sagte: ‚Leute, ich kann selbst laufen‘, aber sie waren einfach unglaublich.“
Beweise sprechen gegen Trumps Version
Mit seinen Worten wollte Trump offenbar den Eindruck erwecken, direkt vor Ort gewesen zu sein. „Ich habe noch nie eine so unglaubliche Ansammlung von Stahl und – leider – Leichen und allem, was man sich nur vorstellen kann, gesehen“, sagte Trump.
Für den geschilderten Vorfall gibt es keinerlei Beweise. Belegt ist dagegen, dass Trump am 11. September 2001 vor dem Fernseher saß. Er wurde damals sogar live in einen lokalen Fernsehsender zugeschaltet.
Dort erzählte der US-Präsident eine ganz andere Geschichte. Er habe die Anschläge aus dem Fenster beobachtet, sagte er. Zudem betonte er, sein Gebäude in Downtown sei durch den Einsturz der Twin Towers nun wieder das höchste der Gegend.
Weitere Nachrichten haben wir hier für dich zusammengestellt:
Die beiden Versionen von Trump lassen sich kaum miteinander vereinbaren. Einmal will er mitten im Geschehen gewesen sein, gerettet von Feuerwehrmännern. Ein anderes Mal berichtete er live im Fernsehen von seinem Fensterblick auf die Katastrophe. Die brisante Frage am Ende: Wo war der US-Präsident am 11. September 2001 wirklich?