Bürgergeld-Empfängerin aus Deutschland lebt wochenlang in London: Das Amt darf zahlen

Bürgergeld-Empfängerin aus Deutschland lebt wochenlang in London: Das Amt darf zahlen
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Bürgergeld soll das Existenzminimum sichern. Wer es bezieht, muss jeden Euro einteilen. Urlaubsreisen leisten sich die wenigsten Bürgergeld-Empfänger.
Ein aktueller Fall zeigt jedoch das Gegenteil. Eine Bürgergeld-Empfängerin lebte wochenlang im Ausland. Ihr Jobcenter wusste nichts davon.
📌 Wichtig: Das Bürgergeld ist Geschichte.
Obwohl in den „Hartz und herzlich“-Folgen und in unseren Artikeln vom Bürgergeld die Rede ist, gibt es diese staatliche Unterstützungsmaßnahme nicht mehr.
Seit 1. Juli 2026 heißt die Leistung Grundsicherungsgeld.
Härtere Konsequenzen: Wer dreimal hintereinander ohne Grund einen Jobcenter-Termin versäumt, kann laut der Bundesagentur für Arbeit seinen Leistungsanspruch vollständig verlieren.
Bürgergeld-Empfängerin Jannie: 10 Wochen London ohne Meldung
Jannie ist Protagonistin der RTLZWEI-Sendung „Hartz und herzlich“. Sie lebt in den Mannheimer Benz-Baracken, wo Geldnot Alltag ist. Sie ist hoch verschuldet und bezieht Bürgergeld. Trotzdem verbrachte sie zehn Wochen in London. Den Auslandsaufenthalt meldete sie dem Jobcenter nicht.
Jannie plante nur einen Kurztrip. Bei der Ankunft hatte sie kein Geld mehr. Ihr Vater half aus. „Gut, dass ich noch einen Vater habe“, erzählt sie. Und fügt hinzu: „Der hat auch gleich geguckt, dass ich Geld habe und ich dementsprechend eine Unterkunft finde.“
Die 50-Jährige bat ihn um Geld für ein Hotel. „Dann war ich die ersten zwei Nächte in einem etwas teureren Hotel“, berichtet sie vor der RTLZWEI-Kamera.
Danach suchte Jannie eine eigene Einnahmequelle. Sie fand Arbeit in einem Hostel. Das Bürgergeld bezog sie weiter. Weder die Abwesenheit noch die Arbeit meldete sie dem Amt. Nun droht ihr Ärger mit dem Jobcenter.
Jannie leidet an Rückenproblemen. Sie wurde bereits an der Wirbelsäule operiert. In Deutschland nutzte sie das oft als Grund, keine körperliche Arbeit zu machen. In London blieb ihr keine Wahl. „Hätte ich hier einen Job gesucht und hätte gemerkt, es ist zu viel, wär ich zum Arzt gegangen und hätte eine Krankmeldung geholt oder Schmerzmittel“, gesteht sie.
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Über London sagt die Mutter: „Mir ging’s durch den Job besser!“ Eine feste Arbeit in Deutschland sucht Jannie trotzdem nicht. Die Bürgergeld-Empfängerin plant die nächste Reise nach England. Dort denkt sie sogar über einen Vollzeitjob nach.