„Sehr, sehr komisch“: Wittener sorgen mit Schmuggelware für Wirbel bei „Bares für Rares“

„Sehr, sehr komisch“: Wittener sorgen mit Schmuggelware für Wirbel bei „Bares für Rares“
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„Ach, das ist ja eine Form, die kenne ich ja gar nicht“, staunte Horst Lichter nicht schlecht. Und auch sein „Bares für Rares“-Kollege Sven Deutschmanek schien einigermaßen verwundert: „Das ist sehr, sehr komisch. So ein bisschen komisch“, mutmaßte er. Doch worum ging es denn überhaupt. Kern der Zweifel war ein Schild der Brauerei „Schultheiss Patzenhofer“. Mitgebracht von einem Mutter-Sohn Duo aus der schönen Ruhrgebiets-Stadt Witten.
Aber was genau war denn nun so verwunderlich? Nun ja, das Schild war wie ein Teller gebogen. Die Frage war also: Wie kann man das Ding überhaupt an der Wand befestigen? Da hatte Sven eine Idee. Man hätte das Ding ja mit einer Einfassung an der Wand befestigen können, mutmaßte der „Bares für Rares“-Experte. Doch nun genug geraten. Woher hatten Gabi Jennert-Thoma und ihr Sohn Lasse Thoma das gute Stück eigentlich?
Seit 2013 im ZDF: „Bares für Rares“ startete im August 2013 und entwickelte sich mit Horst Lichter zu einem der bekanntesten Trödel- und Antiquitätenformate im deutschen Fernsehen.
Zu den spektakulärsten Objekten der Sendung zählt ein goldenes Brustkreuz mit angeblichem Holzsplitter vom Kreuz Jesu, das 2019 für 42.000 Euro verkauft wurde.
Experten vor den Händlern: Bevor die Verkäufer in den Händlerraum dürfen, begutachten Fachleute ihre Objekte und nennen einen Schätzpreis – die Händler kennen diese Expertise jedoch nicht und müssen selbst entscheiden, wie viel ihnen ein Stück wert ist.
Wittener bringen ein Stück Familiengeschichte zu „Bares für Rares“
„Mein Großvater hat in Breslau bei Schultheiss gearbeitet bis in die 40er-Jahre“, berichtet die Wittenerin. Dieses habe ihr Opa dann einst mit nach Hause gebracht, wo es seitdem als Deckel für den Sauerkrauttopf diente. Dann jedoch wurde ihre Großmutter samt der Kinder vertrieben. Jahre später, im Jahr 1990 machten Gabis Eltern eine Erinnerungsreise und fanden das Schild im Haus ihrer Großmutter. „Dann hat mein Vater das unter dem Reservereifen nach Dortmund geschmuggelt“, erinnert sich die Wittenerin.
Mittlerweile rieche es nicht mehr nach Sauerkraut“, beruhigte Deutschmanek. Spannend war die Geschichte dennoch. Und das Schild eine echte Rarität. Leider jedoch wurde ein Loch in das Schild gebohrt, um es aufzuhängen. Das war eigentlich nicht so. „Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein seltenes Stück, so viel können wir sagen“, wusste Deutschmanek. Doch was könnte es denn bringen? Mehr als die 60 Euro, die sich Gabi aus Witten wünschte?
„Wir fangen mal bei 300 Euro an. Minimum. Und gehen dann bis 500 Euro hoch“, bilanzierte Deutschmanek. Na, das klang doch gut. Jetzt mussten nur noch die Händler mitspielen. Und die waren durchaus angetan. Von Schild und Geschichte. Und so ließen sich die Händler das Schild einiges kosten. 750 Euro zahlte Händler Leo Leo schlussendlich. Ein toller Preis für eine tolle Geschichte.
Einen echten Klunker brachte ein Kölner Karnevals-Urgestein zu „Bares für Rares“. Er soll einst einer Hollywood-Legende gehört haben.